Vom 16. auf den 17. Mai 2026 fand am See Butterpatt das diesjährige Nachtangeln statt. Bereits die Tage zuvor hatte sich das Wetter deutlich verändert. Nach Regen und spürbarer Abkühlung zeigte sich auch das Nachtangeln von seiner eher ungemütlichen Seite. Während es zu Beginn trocken blieb, wurde es im Verlauf der Nacht zunehmend kalt. Die Temperaturen sanken weit in den einstelligen Bereich. Trotz der Bedingungen fanden sich 13 Teilnehmer am Gewässer ein. Treffpunkt war um 19 Uhr, das offizielle Angeln begann um 20 Uhr und lief bis zum nächsten Morgen um 7 Uhr.
Die ersten Stunden nutzten viele Angler zunächst mit der Stipprute auf Rotaugen. Vereinzelt fanden kleinere Rotaugen sowie eine Rotfeder ihren Weg in die Kescher - trotz des beachtlichen Lärms, denn während des gesamten Abends und bis in die Nacht hinein transportierte auf dem rückwärtigem Feld ein gigantischer Lastenkrahn die Rotorblätter eines Windrades in schwindelerregende Höhen, wo sie dann vor den Augen der Angler montiert wurden. Ein interessantes Schauspiel, das trotz der Geräuschkulisse durchaus sehenswert war. Ein weiteres interessantes Schauspiel ereignete sich sogar direkt vor den Füßen der Anglerschaft: zuerst machte es „Pätsch" und das neueste (und teuerste) Deeper-Modell flog in hohem Bogen in Richtung Seemitte, begleitet von einer akustisch intensiven Missbilligung der Situation. Kurz darauf machte es „Platsch" und eine Rettungsaktion bei genießerischen 15 Grad Wassertemperatur führte zur Bergung der edlen Elektronik.
Mit Einbruch der Dunkelheit stellten viele Teilnehmer ihre Taktik um und versuchten ihr Glück mit Wurm oder Köderfisch in der Hoffnung auf einen Aal. Die Nacht verlief insgesamt jedoch schwierig. Die Fische zeigten sich zurückhaltend und gute Fänge blieben weitgehend aus. Am Ende konnten lediglich fünf der dreizehn Teilnehmer Wertungsfische vorweisen. Immerhin wurden in der Nacht trotz der widrigen Bedingungen vier maßige Aale gefangen.
Nach dem offiziellen Angelende um 7 Uhr wurden die Fänge verwogen. Anschließend trafen sich die Teilnehmer noch einmal am Parkplatz zur Siegerehrung und ließen die lange Nacht gemeinsam ausklingen.
Den größten Fisch des Angelns fing Heiner Alck. Sein Aal brachte 1.070 Gramm auf die Waage und sicherte ihm damit sowohl den ersten Platz in der Gesamtwertung als auch den Sonderpreis für den schwersten Fisch. Den zweiten Platz belegte Martin Gösling, gefolgt von Ewald Rücker, ebenfalls beide mit einem Aal.
Unser nächstes Vereinsangeln ist das Königsangeln am 20.06.2025 an der Ems oberhalb. Wir treffen uns um 17:30 Uhr an der Emsbrücke Herrlichkeit.
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